Elektrizität, Umwelt und der Mensch

Erdbeben in Japan (© Asahi/Reuters)

Erdbeben in Japan (© Asahi/Reuters)

2010, 2011, 2012, … – was ist denn nur los?
Es scheint die ganze Welt gerät aus den Fugen. Überall, rund um den Planeten knallts, Menschen stürmen gegen die Regierungen, die Finanzwirtschaft erlebt ein Fiasko nach dem anderen und nun regt sich sich auch noch der Planet unter unseren Füssen. Es scheint als ist eine Bereinigung/Vorbereitung am werkeln.

Sollen wir vielleicht sagen, 2012 wir kommen…?

Nein, ich werde jetzt nicht auf diesen 21.12.2012, dem letzten Eintrag im Maya-Kalender eingehen oder den Änderungen auf der Erde im Zuge der Wellenänderung im UV-Licht. Jedes Zeitalter geht mal zu Ende und neue starten, nachzulesen dann mal in den Geschichtsbücher oder Wikipedia *fg*.

Am 21.12.2012 begrüßen wir nach 2.150 Jahren ein neues Zeitalter namens Wassermann, welches eine ganz markante Gewichtigung bez. uns allen sehr bekannten Themen der letzten 20 Jahre mit sich bringt: Vernetzung, Globalisierung, Forschung und Kommunikation. Ganz nebenbei, ein Zeitalterwechsel der vorbereitet dauert 20-30 Jahre.

Handys (ganz neu als Smartphone wie iPhone, Android, …), Internet, facebook, GPS, usw.. Die Menschheit kommuniziert und agiert mehr denn je zuvor miteinander. War früher die “Stasi” notwendig, so geben die Menschen nun freiwillig auf sozialen Netzewerken deren Privatleben preis und durch die Nutzung von GPS und Diensten wie foursquare oder facebook places weiss man sogar wer sich wo grad aufhält.

Mehr Infos dazu gibts auf www.wassermannzeitalter.de.

 

AKW in Grafenrheinfelden in Bayern

AKW in Grafenrheinfelden in Bayern

Elektrizität, Umwelt und der Mensch

Trotz aller Klimaschutzabkommen und Vereinbarungen, scheint der einzelne Mensch (mit Ausnahmen) in keinster Weise darauf zu reagieren. Von Jahr zu Jahr wird mehr gefahren und geflogen, der allgemeine Energiebedarf der Menschen steigt stetig an.

Diese Energie in Form von zB. Strom muss erstmals irgendwo und irgendwie produziert werden, sprich in Kraftwerken (die nicht unbedingt alle sehr positiv für unseren Planeten sind). Um den dabei produzierten und klimaschädlichen Treibhausgas-Ausstoss zu regulieren hatte die EU die glorreiche Idee von Emissionszertifikaten, die zudem noch gehandelt werden können. Sprich, anstatt selbst drastisch zu reduzieren kauft man den Entwicklungsländern deren Zertifikate ab, die diese eventuell nicht benötigen.

» Emissionshandel auf Wikipedia
» Ablasshandel im Klimaschutz (.pdf)

Die vermutete Belastung durch Viehzucht hat sich scheinbar entschärft – Lobbyarbeit?

Tatsache ist in jedem Fall, der Mensch will nicht reduzieren. Wir sind an unseren Luxus gewöhnt und wollen diesen auch weiterhin, unbeeindruckt aller Limitationen und Preiserhöhungen. Immer mehr Haushaltsgeräte (Herd, Waschmaschine, …), Multimediageräte (Flat-TV, Digitalkamera, …), Kommunikation (Handy, Computer, …) versorgen unsere Bedürfnisse. Jetzt recht neu, soll der Mensch nun auch auf die elektrische Fortbewegung (Elektroauto, Elektroroller, Elektrofahrrad, …) umsteigen, aufgrund der Treibhaus-Problematik mit dem Treibstoff.

» Stromverbrauch stark gestiegen bei der VKW

Das Problem ist natürlich immer das Gleiche: das Geld!

Wir wollen so viel wie möglich um so wenig wie möglich Euros, nicht ohne Grund erzielen Billigpreis-Ketten wie Tchibo, Hofer oder Lidl immer wieder neue Rekordumsätze, widerum ermöglicht durch ua. Billigproduktion im Ausland.

Luxus ist natürlich auch die eigene Mobilität mit dem Fahrzeug, angetrieben von Benzin/Diesel/Gas oder theoretisch viel umweltfreundlicher mit Strom. Doch auch hier dreht die Preisschraube dh. billiger Strom von Kohle- oder Atomkraftwerken wird benötigt. Selbst die VKW in Vorarlberg, eigentlich vorbildlicher Stromproduzent mittels Wasserkraft, pumpt das Wasser in der Nacht zurück in das Staubecken mittels Atomstrom.

Es bedarf ganz dringend wirklicher Lösungen der Energieproduktion mittels wirklicher Nutzung von 100% erneuerbarer Energieformen wie Wasser, Wind und Sonne. Gerade die topaktuelle Katastrophe in Japan zeigt deutlich auf, die Kernspaltung kann und wird nicht die finale Lösung der Energieproduktion sein. Leider vergisst der Mensch sehr schnell; aus den Augen/Ohren, aus dem Sinn. Wer denkt denn noch an diese Ölkatastrophe durch das nicht-verschließbare Bohrloch am Meeresboden vor den USA? Keine Medien berichten mehr. Quasi Problem gelöst, wenden wir uns also dem nächsten Thema zu.

Louis Palmer, Initiator von Solartaxi oder dem Zero Race, erbringt viel Einsatz um auf die technischen Alternativen hinzuweisen, die durchaus gut und effektiv funktionieren. Verhindert großteils durch Politik, Industrie und aktive Lobbyarbeit. So bezahlt aktuell in Österreich zB. die Öl-Lobby bzw. die Mineralölwirtschaft reichlich Geld an die Privatpersonen wenn ein alter Ölkessel in einen neuen Ölkessel getauscht wird. Wo bleibt hier die Ökoenergie wie Erd- oder Luftwärme, Solarzellen, Windenergie oder Photovoltaik; auf dem Abstellgleis?

» Schlag gegen die Ökoenergie: Förderung der Ölheizung

Generell bedarf die gesamte Klimaschutz-/Umweltschutz-Thematik auch einer Änderungen in unserem eigenen Denken. Wenn es um die elektrische Mobilität geht, wird immer verglichen mit dem bekannten, in Hinsicht auf Komfort, Leistung und Reichweite. Das ist leider der falsche Weg, denn  Erdöl ist keine Alternative. Die Elektro- und Batterietechnik wird natürlich weitergehen, die LiPO-Akkus sind nicht das Ende. Wir alle müssen Bereitschaft aufzeigen, Änderungen mitragen und Einschränkungen akzeptieren, schlußendlich gehts um uns selbst.

Und was ist mit den Förderungen?
Eines muß klar sein. Trotz aller Bereitschaft der Konsumenten, die Industrie dieser neuen elektrische Mobilität darf nicht nur aufgrund staatlicher Förderungen überleben, für welche widerum der Steuerzahler geschröpft wird. Gleich wie das gewöhnliche Fahrzeug muss sich zwingend auch das Elektrofahrzeug von selbst erhalten und dennoch leistbar sein. Alles andere ist über kurz oder lang eine reine Augenauswischerei.

Toi toi toi uns allen
Didi

 

Abschließend noch die zum Thema passende Serie von “Quarks & Co”:

3 comments to Elektrizität, Umwelt und der Mensch

  • dhohn

    Was positives im immens negativen dieser Katastrophe gibt es bereits. Die Börsen reagieren nun auf schon positiv für die erneuerbaren Energien. http://www.wirtschaft.ch/Japan+Disaster+Erneuerbare+Energien+glaenzen+an+Boerse/482813/detail.htm

  • Haro

    Didi, du hast vollkommen recht: So wie bisher kann es nicht mehr lange weiter gehen. In Japan, weil das Kraftwerk so nahe an der Küste steht, geht ja die meiste Radioaktivität überm Meer nieder. Schlecht für Leute, die Seefisch essen. Aber wenigstens bekommt das Land nicht so viel davon ab. Aber stellen wir uns mal vor, dasselbe wie in Japan passiert in einem der 59 französischen Reaktoren. Und weder die französischen Techniker noch die französischen Reaktoren sind besser als ihre japanischen Pendants. Eher schlechter, mit Verlaub. Halb Frankreich würde unbewohnbar, und, bei Westwind wie üblich, auch halb Deutschland und die Schweiz. Viel Spaß, Leute, beim Auswandern! Wohin wollt ihr gehen? Welches Land wird euch aufnehmen?

    • dhohn

      Es scheint, als bereuen grad einige europäische Politiker deren bisherige Unterstützung der Atomlobby. Wie ein Blättchen im Wind….so kurz vor den Wahlen. Schlußendlich gehts jedoch immer ums Geld, auf beiden Seite – billig produzieren und billig einkaufen.

      Da war doch ein Spruch der Indianer, der letzten Fisch und das Geld?
      http://de.wikipedia.org/wiki/Weissagung_der_Cree

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